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Mit Rückenschmerzen zum MKG?

 

Das Kiefergelenk und der dazugehörende Kauapparat erfüllen eine wichtige lebenserhaltende Funktion: Das Zerkleinern und Zerkauen von Nahrung. Sind diese Bewegungsabläufe gestört, kann das unangenehme Folgen wie z.B. Schmerzen beim Kauen oder Gelenkknacken beim Öffnen und Schließen des Mundes nach sich ziehen.

Bestandteile des Kiefergelenks

Das Kiefergelenk besteht aus dem oberen und dem unteren Kiefergelenk. Beide Teile arbeiten wie eine Art Scharnier, das gemeinsam mit der Beweglichkeit der Gelenkkapsel ein weites Öffnen des Mundes zulässt. Auch Vorwärts-, Rückwärts-, Seitwärts- und Mahlbewegungen kann unser Kiefer leisten. Das ermöglicht das komplexe Zusammenspiel von Gelenkkopf, Gelenkkapsel, Gelenkhöcker, und Gelenkpfanne.

Primäre Erkrankungen des Kiefergelenks

Die Erkrankungen des Kiefergelenks können vielseitig sein. Man unterscheidet in primäre und sekundäre Kiefererkrankungen. Primäre Erkrankungen sind beispielsweise Arthritis, Arthrose oder eine Knorpelentzündung (Chondritis). Diese wirken sich negativ auf die Funktion des Kiefergelenks aus und können Probleme und Schmerzen beim Kauen verursachen.

Sekundäre Erkrankungen des Kiefergelenks

Sekundäre Kiefererkrankungen sind meist die Folge von Veränderungen in der Verzahnung, in der Zahnmedizin auch Okklusion genannt. Veränderungen sind zum Beispiel schlecht sitzender Zahnersatz wie Kronen, Brücken oder Implantate. Oft ist billiger Zahnersatz aus dem Ausland unzureichend an die Verzahnung angepasst und stellt für den Kiefer einen Störfaktor dar. Nächtliches Zähneknirschen zählt auch zu den Ursachen sekundärer Erkrankungen. Durch die Überbelastung des Kiefergelenks werden die Gelenkköpfe stark beansprucht und verändern teilweise ihre Position. Dadurch kann großer Druck auf das Kiefergelenk ausgeübt werden, was wiederum Schmerzen verursacht.

Kiefergelenk und Rückenschmerzen

Rückenschmerzen können eines der Symptome von Kiefergelenkerkrankungen sein. Das liegt daran, dass der Kiefer und der Gesamtorganismus eng zusammenhängen. Direkte Nervenbahnen verbinden die Kiefermuskulatur mit der Muskulatur am Kopf, Nacken und Hals. Verspannungen im Kiefer übertragen sich dann auf die anderen Bereiche und können zu Kopfschmerzen, Nackenverspannungen und sogar Tinnitus führen. Die Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion (CMD) ist eine weitere weitverbreitete Erkrankung des Kiefers, die Schmerzen bis in Rücken und Beine hinein ausstrahlen kann. Grund ist ein Missverhältnis zwischen Schädel und Unterkiefer. Die Spannung, die dadurch entsteht, kann Kopf-, Rücken- und Nackenschmerzen, Tinnitus, Sehstörungen und viele weitere Symptome verursachen.

Behandlung von Kiefergelenkerkrankungen

Sollte eine Unregelmäßigkeit im Kiefergelenk festgestellt werden, so wird zunächst nach den Ursachen gesucht. Zähneknirschen kann mit einer Aufbissschiene verbessert werden, schlecht sitzender Zahnersatz muss entfernt und erneuert werden. Sind die Ursachen nicht so leicht zu beseitigen, wird das Kiefergelenk entlastet. Durch eine individuell angefertigte Schiene, die einige Wochen nachts getragen wird, entspannt sich die Kiefermuskulatur meist soweit, dass sich die Kieferfunktion deutlich verbessert.

Ihr Experte für Kiefergelenkerkrankungen in Hamm

Mit dem Verdacht auf eine Kiefergelenkerkrankung besuchen Sie am besten zuerst Ihren Zahnarzt. Dieser wird Sie an einen Spezialisten überweisen, bei dem die weitere Behandlung stattfindet. Wenn Sie Fragen zum Ablauf der Behandlung oder zu Kiefergelenkerkrankungen allgemein haben, kontaktieren Sie uns gerne.

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