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Das Ohrenanlegen – Korrektur abstehender Ohren

Ohrenanlegen

Abstehende Ohren gehören zu den häufigsten angeborenen Besonderheiten der Ohrform. Obwohl sie aus medizinischer Sicht meist keine gesundheitlichen Probleme verursachen, empfinden viele Betroffene ihr Erscheinungsbild als störend. Das sogenannte Ohrenanlegen ist ein bewährter chirurgischer Eingriff, der eine dauerhafte Korrektur ermöglicht und zu einer harmonischeren Ohrform führen kann.

Was versteht man unter dem Ohrenanlegen?

Das Ohrenanlegen ist ein chirurgischer Eingriff aus der plastisch ästhetischen Chirurgie, der auch als Otoplastik bezeichnet wird. Ziel der Behandlung ist es, abstehende Ohren näher an den Kopf anzulegen und eine harmonische Form der Ohrmuschel zu erreichen. Ursache für abstehende Ohren ist meist eine angeborene Veränderung des Ohrknorpels. Häufig fehlt dabei eine natürliche Knorpelfalte der Ohrmuschel, die sogenannte Anthelix, oder der Knorpel ist stärker ausgeprägt.

Beim Ohrenanlegen wird der Ohrknorpel gezielt modelliert, um die gewünschte Form zu erreichen. Der Eingriff erfolgt meist über einen kleinen Schnitt auf der Rückseite des Ohres, sodass spätere Narben kaum sichtbar sind. Durch spezielle Nähte oder eine Anpassung des Knorpels wird das Ohr dauerhaft näher an den Kopf gebracht. Die Operation kann sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen durchgeführt werden.

Gründe für das Ohrenanlegen

Das Ohrenanlegen wird meist aus ästhetischen oder persönlichen Gründen durchgeführt. Abstehende Ohren sind medizinisch in der Regel unproblematisch, können jedoch das äußere Erscheinungsbild beeinflussen und bei manchen Betroffenen zu einem gewissen Leidensdruck führen. Eine Korrektur kann helfen, das Erscheinungsbild harmonischer wirken zu lassen und das Wohlbefinden zu verbessern.

  • Psychische Belastung: Besonders im Kindesalter können abstehende Ohren zu Hänseleien oder Mobbing führen. Eine Korrektur kann helfen, das Selbstbewusstsein zu stärken.
  • Ästhetische Gründe: Viele Betroffene empfinden ihre Ohrform als störend und wünschen sich eine harmonischere Wirkung des Gesichts. Das Ohrenanlegen kann die Ohrposition entsprechend anpassen.
  • Asymmetrische Ohrform: Wenn die Ohren unterschiedlich stark abstehen oder ungleich geformt sind, kann eine Otoplastik die Symmetrie verbessern.
  • Funktionelle Gründe: In seltenen Fällen erschweren abstehende Ohren das Tragen von Brillen, Helmen oder Kopfhörern. Eine Korrektur kann hier mehr Komfort im Alltag schaffen.

Der Ablauf des Eingriffs

Vor dem Ohrenanlegen findet ein ausführliches Beratungsgespräch statt. Dabei untersucht der Arzt die Form der Ohrmuschel und bespricht die geeignete Behandlungsmethode sowie den Ablauf der Operation. Auch mögliche Risiken und die Nachsorge werden erklärt.

Der Eingriff dauert meist ein bis zwei Stunden. Bei Kindern erfolgt er in der Regel unter Vollnarkose, bei Erwachsenen häufig unter örtlicher Betäubung. Während der Operation setzt der Chirurg einen kleinen Schnitt auf der Rückseite des Ohres, um den Ohrknorpel freizulegen und zu formen.

Anschließend wird der Knorpel mit speziellen Nähten oder durch eine Modellierung so angepasst, dass das Ohr näher am Kopf anliegt. Zum Schluss wird die Haut verschlossen und ein Verband angelegt, der die Ohren während der Heilung stabilisiert.

Die verschiedenen Methoden

Für das Ohrenanlegen stehen verschiedene Operationstechniken zur Verfügung. Welche Methode angewendet wird, hängt vor allem von der individuellen Form der Ohrmuschel und der Beschaffenheit des Ohrknorpels ab. Ziel aller Verfahren ist es, die Ohrmuschel näher an den Kopf anzulegen und eine natürliche Ohrform zu erreichen.

Fadenmethode – Bei der Fadenmethode wird das Ohr mithilfe spezieller Fäden in die gewünschte Position gebracht. Über kleine Einstiche werden Nähte im Ohrknorpel platziert, die eine neue Ohrfalte formen und das Ohr näher an den Kopf ziehen. Da hierbei nur sehr kleine Zugänge notwendig sind, gilt diese Methode als besonders schonend. Sie eignet sich vor allem bei leichter bis moderater Ausprägung abstehender Ohren.

Naht-Schnitt-Technik – Bei der Naht Schnitt Technik erfolgt ein kleiner Schnitt auf der Rückseite des Ohres. Über diesen Zugang wird der Ohrknorpel freigelegt und mithilfe spezieller Nähte in die gewünschte Form gebracht. Die Nähte formen eine natürliche Knorpelfalte und sorgen dafür, dass das Ohr dauerhaft näher am Kopf anliegt. Diese Methode gehört zu den am häufigsten angewendeten Verfahren.

Ritztechnik – Die Ritztechnik macht den Ohrknorpel durch feine Ritzungen flexibler, wodurch sich der Knorpel leichter in die gewünschte Form biegen lässt. Anschließend fixieren feine Nähte das Ohr in seiner neuen Position. Die Kombination mit weiteren Techniken sorgt häufig für ein möglichst natürliches Ergebnis.

Nachsorge beim Ohrenanlegen

Nach dem Ohrenanlegen ist eine sorgfältige Nachsorge wichtig, damit die Ohren gut verheilen und das Ergebnis stabil bleibt. In den ersten Wochen ist die Schonung der Ohren essenziell. Regelmäßige Kontrolltermine beim Arzt unterstützen einen guten Heilungsverlauf.

  • Kopfverband tragen: Direkt nach dem Eingriff schützt ein fester Kopfverband die Ohren, der ihre neue Position stabilisiert. Der Kopfverband bleibt in der Regel etwa eine Woche angelegt.
  • Stirnband in der Nacht: Nach dem Entfernen des Kopfverbandes schützt über mehrere Wochen ein Stirnband die Ohren während des Schlafs.
  • Körperliche Schonung: In den ersten Wochen sollten Sport und starke körperliche Belastungen vermieden werden, besonders Kontaktsportarten.
  • Wundkontrollen beim Arzt: Regelmäßige Kontrollen helfen, den Heilungsverlauf zu überwachen und mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen.

Gibt es Risiken?

Das Ohrenanlegen gilt als sicherer chirurgischer Eingriff. Wie bei jeder Operation können jedoch Nebenwirkungen oder Komplikationen auftreten. Diese sind in den meisten Fällen mild und vorübergehend:

  • Schwellungen und Blutergüsse: Nach der Operation können leichte Schwellungen oder Blutergüsse im Bereich der Ohren auftreten, die meist nach einigen Tagen abklingen.
  • Schmerzen oder Spannungsgefühl: In den ersten Tagen kann ein leichtes Schmerz oder Spannungsgefühl auftreten, das sich in der Regel gut behandeln lässt.
  • Infektionen: Wie bei jedem chirurgischen Eingriff besteht ein geringes Risiko für Wundinfektionen, das gute Wundpflege reduziert.
  • Narbenbildung: In seltenen Fällen kann es zu auffälliger Narbenbildung kommen. Da der Schnitt hinter dem Ohr liegt, sind die Narben meist kaum sichtbar.
  • Asymmetrien: In einigen Fällen können die Ohren nach der Operation leicht unterschiedlich wirken. Gegebenenfalls kann eine Nachkorrektur notwendig sein.

MKG Hamm – Ihr Ansprechpartner für Mund-, Gesichts- und Kieferchirurgie in Hamm

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