Implantate

Implantatsetzung

In der Voruntersuchung wird in Zusammenarbeit mit Ihrem überweisenden Zahnarzt und entsprechend der prothetischen Zielsetzung die chirurgische Planung erstellt. Auf Basis der dreidimensionalen Volumentomographie stehen bereits vor dem Eingriff detaillierte Informationen zu Knochenangebot und Knochenqualität sowie zu anatomischen Nachbarstrukturen zur Verfügung und ermöglicht so eine sichere Planung der Implantatposition.

Bei der einzeitigen oder „offenen“ Vorgehensweise ragt ein Teil des Implantatkopfes während der Einheilphase aus der Schleimhaut heraus und ist zu sehen. Anschließend werden die Implantate beim Zahnarzt prothetisch versorgt. Die neuen Zähne werden ohne weiteren Eingriff auf den Implantaten befestigt.

Bei der zweizeitigen oder „geschlossenen/gedeckten“ Vorgehensweise wird die Schleimhaut während der Einheilphase über dem Implantat vernäht. Dies ist z.B. bei einem gleichzeitig notwendigen Knochenaufbau von Vorteil. Nach der Einheilungszeit wird das Implantat in einem kleinen, zweiten Eingriff für die prophetische Versorgung freigelegt.

Welches Implantationsverfahren gewählt wird, hängt von der individuellen Situation eines Patienten ab. Gemeinsam entscheiden wir mit dem überweisenden Kollegen, welches Verfahren und welches Implantat von Vorteil ist.

Dieser Routineeingriff wird sicher und minimalinvasiv durchgeführt. Auf Wunsch kann der Eingriff in Dämmerschlaf oder Vollnarkose vorgenommen werden.

Wie verhalte ich mich vor der Implantation? Wichtige Tipps und Hinweise zur Vorbereitung der Operation finden Sie hier. Damit die Wunde im Anschluss schnell und komplikationslos verheilt, finden Sie hier Hinweise zum Verhalten nach dem Einsetzen vom Implantat.

Implantatlösungen

Je nach persönlicher Vorstellung und individueller Möglichkeit sind verschiedene Lösungsvarianten auf Implantaten durchführbar. Bei Einzelzahn-Implantaten im sichtbaren Bereich spielt die Ästhetik eine große Rolle. Vorteil dieser Implantatlösung ist, dass die gesunde Zahnsubstanz der Nachbarzähne erhalten bleibt und nicht beschliffen wird.

Ähnliches gilt für eine Teilbezahnung mit Zahnlücken. Der Vorteil einer implantatgetragenen Lösung ist außerdem, dass die Kaukräfte direkt auf den umgebenden Knochen übertragen werden. Der unerwünschte Knochenschwund wird so verhindert.

Bei einem zahnlosen Kiefer können Implantate sogar wieder eine festsitzende und ästhetische Lösung mit neuer Lebensqualität ermöglichen.

Aber auch bereits vorhandene Prothesen können durch Implantate in ihrem Halt deutlich verbessert werden. Die Prothese bleibt herausnehmbar, sitzt jedoch fest auf den Implantaten.

Knochen-Aufbau

Grundlegende Voraussetzung einer Implantation mit ansprechender Ästhetik und Langzeitstabilität ist ein ausreichendes Knochenangebot. Sollte die Qualität und das Knochenvolumen nicht genügen, kann Knochen mit verschiedenen Materialien (Eigenknochen oder Knochenersatzmaterial) und Techniken wieder aufgebaut werden.

Zur genauen Analyse des vorhandenen Knochens wird eine dreidimensionale Röntgenuntersuchung (DVT) durchgeführt. Anhand dieser Röntgenbilder kann exakt geplant werden, an welcher Stelle Knochen aufgebaut werden muss und wo Knochen gewonnen werden kann.

Der sogenannte Sinuslift bezeichnet eine Form des Knochenaufbaus im Oberkiefer. Bei zu geringem Knochenangebot kann dieses durch Einlagerung von Knochen bzw. Knochenersatzmaterial im Bereich des Kieferhöhlenbodens (Sinus maxillaris) vermehrt werden. Auch hier liefert die 3-D-Diagnostik schon vor dem Eingriff detaillierte Informationen.

KFO-Implantat/-Pin

Mit Hilfe von kieferorthopädischen Implantaten lassen sich umfassende Zahnbewegungen durchführen. Auch Minischrauben, so genannte Titan-Pins, können in den Kiefer eingesetzt werden, um z.B. eine kieferorthopädische Verankerungsapparatur zu befestigen. Eine Behandlung verläuft unauffälliger und komfortabler.